Vertragsmanagement

Foto von: Rogerphoto / Adobe Stockfoto
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Kontaktlose „Online-Versorgung“ mit Einlagen PG 08 per Versand

  • 20.07.2021: TK macht die Absicht eines Vertragsschlusses über die „Online-Versorgung“ mit Einlagen PG 08 bekannt.
  • 29.07.2021: Barmer macht die Absicht eines Vertragsschlusses über die „Online-Versorgung“ mit Einlagen PG 08 bekannt.
  • Einen Vertrag über eine „kontaktlose Online-Versorgung“ mit Einlagen PG 08 hat die Barmer mit „craftsoles“ (meevo / Hamburg) bereits abgeschlossen.

Der Versuch, das „handwerkliche Hilfsmittel Einlagen“ zu einem Versandprodukt ohne direkten (körperlichen) Patientenkontakt herab zu stufen, bedeutet mittelfristig aus unserer Sicht einen Generalangriff auf die gesamte Sanitätshausbranche.

Die aktuelle Situation betrifft nicht nur die Barmer mit dem „craftsoles-Vertrag“ und die TK mit ihrer Bekanntmachung zur „Online-Einlagenversorgung“. In seinen Veröffentlichungen schreibt „craftsoles“ selbst, dass neben den Einlagen auch die Bereiche Kompression und Bandagen bereits „im Visier“ sind.

Die Einlagen sind also nur der Türöffner: Wenn es möglich ist, eine Versorgung, die an eine Meisterqualifikation gebunden ist, ohne „Anfassen“ der Versicherten „kontaktlos online“ festzulegen und per Versand abzuschließen, dann bleibt (außer Prothesen und Maßschuhen) kein Versorgungsbereich – egal ob Reha, Pflege, Medizintechnik oder Sanitätshaus –verschont.

Die derzeit von der Politik geforderte und geförderte Digitalisierung im Gesundheitswesen – einschließlich der inzwischen abrechenbaren ärztlichen Video-Sprechstunden – ist eine der Argumentationslinien für „kontaktlose Online-Versorgungen“. Eine weitere ist der Hinweis darauf, dass die pandemiebedingt als ausdrückliche Ausnahme vom GKV-Spitzenverband Bund (Empfehlungen des GKV-SV zur Sicherung der Hilfsmittelversorgung) erlaubten „Versand-Versorgungen“ doch problemlos funktioniert hätten. 

Mit dieser Argumentation hatten wir auch in einem kürzlich abgeschlossenen Schieds­ver­fahren zu tun. Per Schiedsspruch ist die Problematik hier zwar erst einmal entschärft. Bei den künftigen Verhandlungen werden wir dieses Problem jedoch mit Sicherheit ständig wieder auf den Tisch bekommen. Die EGROH und weitere maßgebliche Leistungserbringer- und Innungsverbände (OT und OST) haben sich zusammengefunden, um gemeinsam auf diese Herausforderung zu reagieren. Wir werden dabei alle fachlichen, sachlichen und rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.

Bitte unterstützen Sie uns dabei und beteiligen Sie sich nicht an diesen Modellen!

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